DIE WELT HAUTNAH
Die Vortragsreihe in Schwarz, Nidda, Haiger und Neu-Anspach

16.3.2020 um 20:00 Uhr,in der Stadthalle Haiger

NAMIBIA

mit Josef Niedermeier

Stadthalle Haiger, Goethestraße 12, 35708 Haiger

Die neue Multivision "Namibia - Leben in extremer Landschaft" wurde vom Focuswelten-Team mit höchstem technischen Aufwand produziert, ohne dabei die Kunst des Erzählens von Geschichten zu vernachlässigen. Das Land Namibia wird nicht im klassischen Sinne eines Reisevortrags präsentiert, die Dokumentation widmet sich vielmehr der interessanten Frage, wie sich Tiere, Pflanzen und der Mensch diesem extremen Lebensraum aus glühender Hitze, extremer Trockenheit, Schneestürmen und Kälte, Wind und Nebel anpassen konnten.

Namibia beherbergt Landschaften von unvergleichlicher Schönheit, Wildheit und überraschender Vielfältigkeit. Die Namib, die älteste Wüste der Welt, hat dem Land seinen Namen gegeben. Die Trockenheit hat dem Land und seinen Bewohner, seinen Tieren und Pflanzen einen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt.

Im Westen erstreckt sich auf einer Länge von über 1500 Kilometer und einer Breite von ca. 100 km die Sandwüste. Im Nordosten zeigt sich die Landschaft tropisch grün und feucht. Im Osten liegen die Ausläufer der Kalahari – Heimat der San-Buschleute. Im Süden findet man die zweitgrößte Schlucht der Welt, den Fishriver Canyon sowie das Wahrzeichen Namibias, den Köcherbaum. Der Etosha- Nationalpark zählt zu den besten Orten auf der Erde für Tierbeobachtungen. Kein Wunder also, dass Namibia viele Superlative aufzuweisen hat.

Die Menschen des Landes zeugen von einer spannenden Besiedlungsgeschichte und geben Einblicke in ihren täglichen Kampf ums Überleben. Die San-Buschleute haben perfekte Überlebensstrategien entwickelt, um in Halbwüsten leben zu können. Ihrer größten Herausforderung stehen sie gerade gegenüber – der Anpassung an die Neuzeit. Die halbnomadisch lebenden Himbas konnten zum Teil ihren traditionellen Lebensstil bis heute bewahren und leben im schwer zugänglichen Nordwesten von Namibia. Dominiert wird Namibia heute von den Farmern – zumeist Buren und Nachfahren von deutschen Auswanderern. Die Landwirtschaft  in dem Wüstenland Namibia stellt die Menschen vor ganz neue Probleme und diese werden auf unterschiedlichste Art und Weise gemeistert.

 Auch die Tier- und Pflanzenwelt zeigt außergewöhnliche Anpassungen an die extremen klimatischen Gegebenheiten des Landes. Die über 1000 Jahre alten Welwitschias überleben an der Skelettküste nur durch die Feuchtigkeit des Küstennebels. Wüstenchamäleons ändern ihre Farbe um ihre Thermoregulation zu kontrollieren und die Oryx-Antilopen haben gar einen „Gehirnkühlschrank“. In den weltabgeschiedenen Trockenflüssen im Nordwesten findet man Wüstenelefanten und im endlosen Dünenmeer der Namib trifft man wahre Überlebenskünstler in Form von Käfern und Schlangen.

Um Geschichten zum Leben zu erwecken und das Publikum mit auf die Bilderreise zu nehmen, wurde mit der legendären Videokamera RED One Mysterium X in nativer 4k-Auflösung gefilmt. Ungewöhnliche Perspektiven konnten mit einem 6 Meter hohen Kamerakran mit einem computergesteuerten Remote Head erzielt werden. Zeitrafferaufnahmen mit bis zu 3 bewegten Achsen zeigen Vorgänge in der Natur, die für das menschliche Auge so nicht wahrnehmbar sind: Schattenwanderungen, vorbeifliegende Wolkenteppiche und die über das Firmament rotierende Milchstraße aus unzähligen funkelnden Sternen.

Das Zoologen-Team bekam bei den Dreharbeiten die Härte dieses Landes am eigenen Leib zu spüren: andauernde Sturmböen, Kälte bis in zweistellige Minusgrade, Eisregen, Schneegestöber, Regen und Nebel. Aber auch Gluthitze bis 45 °C, Tag-Nacht-Temperaturschwankungen von über 30 Grad und extreme Trockenheit gehören zum Alltag in Namibia, dem Land der Extreme.